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SAP Intelligent Asset Management Suite – der Boost für Ihre Instandhaltung im Kontext Instandhaltung 4.0

Die SAP Intelligent Asset Management Suite bringt fünf innovative Technologien mit sich, die der Instandhaltung einen Boost in Richtung Zukunft ergeben. Wie diese Technologien das Asset- und Instandhaltungsmanagement verändern und welche Vorteile diese mit sich bringen, erfahren Sie in unserem Fachartikel.

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Das Asset Management und die Instandhaltung befinden sich stärker denn je im Wandel. Bekannt ist dieser Wandel unter dem Begriff «Instandhaltung 4.0». Maschinen und Anlagen, Werkzeuge und Fahrzeuge werden immer komplexer – der IT-Anteil in den Wartungsprozessen steigt kontinuierlich und die Instandhaltung muss Schritt halten. Gleichzeitig eröffnet die Digitalisierung für die Instandhaltung eine Reihe neuer Möglichkeiten, die geeignet sind, die Kosten im Unternehmen zu senken und zur Wertschöpfung beizutragen. Das konkretisiert sich zum Beispiel in einer effizienten Prozessabwicklung, durch Automation und Mobilisierung, sowie in der Ausprägung neuer Instandhaltungsstrategien, die mehr und mehr realisiert werden: Condition-Based Maintenance und Predictive Maintenance sorgen dafür, dass Assets immer seltener ungeplant ausfallen und dass sich beispielsweise die Overall Equipment Effectiveness (OEE) verbessert. 

Im Zuge dessen ist es für Unternehmen essentiell, sich mit neuen Technologien und Lösungen im Rahmen des Asset Managements und der Instandhaltung intensiv zu beschäftigen. Hierbei sollte die IT-Seite nicht ausgeblendet werden. Unternehmen, die heute beispielsweise SAP im Einsatz haben, erhalten mit der Umstellung auf S/4HANA die Gelegenheit, eine nachhaltige und innovative Systemumgebung aufzubauen, um für die Zukunft gerüstet zu sein und ein nachhaltiges Asset- und Instandhaltungsmanagement betreiben zu können. 

Im November letzten Jahres wurde von SAP in diesem Kontext die SAP Intelligent Asset Management Suite vorgestellt. Die SAP Intelligent Asset Management Suite ist eine Kombination, beziehungsweise Bündelung von innovativen Cloud-Lösungen im Kontext Asset- und Instandhaltungsmanagement. Diese ermöglichen beispielsweise den digitalen Datenaustausch entlang des Lifecycles einer technischen Anlage mit allen relevanten Geschäftspartnern (Hersteller, Betreiber, Instandhalter, etc.), die systematische Ermittlung, Implementierung, Überwachung und Optimierung von Instandhaltungsstrategien und Kennzahlen, sowie die Planung, Vorhersage und Simulation von Instandhaltungsmassnahmen an technischen Anlagen. Die Lösungen innerhalb der SAP Intelligent Asset Management Suite sind hierbei als logische Ergänzungen zu den im SAP ERP bekannten Instandhaltungsfunktionen zu sehen, mit dem Ziel das Thema Asset Management ganzheitlich von Seiten SAP zu unterstützen.

Intelligent Asset Management: die zentrale Asset-Datenbasis

Assets und Maschinen übertragen ihre Daten heute über das Internet der Dinge (IoT) und sind in Technologien eingebettet, die es ermöglichen, sie auf völlig neue Weise zu verwalten. SAP fügt intelligente Funktionen hinzu, die Hersteller und Anlagenbetreiber dabei unterstützen, die Produktivität zu maximieren, die Betriebssicherheit zu verbessern und die Wartungskosten durch eine bessere Planung zu senken.

Um neue Geschäftsmodelle und Geschäftsprozesse zu unterstützen und dabei ungeplante Anlagenstillstände zu reduzieren, benötigen Unternehmen heutzutage eine intelligente Kombination verschiedener Technologien und Produkte – es reicht bei der Verwaltung und Instandhaltung von Assets nicht mehr aus, nur zu reagieren. 

Ein Ansatz ist, integrierte Technologien einzusetzen und so die Zusammenarbeit zwischen vernetzten Interessengruppen zu ermöglichen, so dass alle auf gemeinsame Daten zugreifen können, um gemeinsame Geschäftsziele zu erreichen. Dabei sind Technologien wie Sensorik, digitale Zwillinge, ein gemeinsamer Datensatz und maschinelle KI-basierte Vorhersagemöglichkeiten gefordert.

Die Lösungen von SAP Intelligent Asset Management bieten hierfür fünf Cloud-Technologien, die sich eine gemeinsame zentrale Asset-Datenbasis teilen. Dadurch wird eine vollständige digitale Darstellung physischer Objekte ermöglicht, einschliesslich Echtzeit-Sensordaten für eine durchgängige Transparenz und Echtzeit-Einblicke in die gesamte Betriebsumgebung aller angeschlossenen Anlagen. 

Fünf intelligente Cloud-Technologien

Jede der fünf Technologien deckt dabei spezifische Business-Anforderungen im Asset- und Instandhaltungsmanagement ab.

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SAP AIN – Asset Intelligence Network

Bei der Instandhaltung ist schon immer Teamarbeit gefragt: Zwischen BetreiberHersteller und Instandhalter müssen Informationen ausgetauscht werden, damit Assets sinnvoll gewartet und bei Störungen schnell wieder zum Laufen gebracht werden. Das ist bislang allerdings nicht ganz einfach, denn alle beteiligten Parteien organisieren ihre Daten in individuellen und isolierten Systemen, ein elektronischer Datenaustausch über Schnittstellen ist selten. 

SAP hat mit dem SAP Asset Intelligence Network (AIN) das Problem aufgegriffen und eine Lösung dafür gefunden. Mit der cloudbasierten Plattform lässt sich ein Wertschöpfungsnetzwerk etablieren: Betreiber, Hersteller und Instandhalter stellen sämtliche relevanten Informationen über SAP AIN zu Verfügung, sodass alle Beteiligten darauf zugreifen können. Der Datenaustausch ist so mühelos möglich.Was aus dem privaten Kontext gar nicht mehr wegzudenken ist – nämlich Informationen mit Familie, Freunden oder Geschäftspartnern via Social Media zu teilen – ist damit auch für Assets möglich. So können beispielsweise Daten, die beim Betreiber an einer Maschine über Sensoren erfasst werden, direkt an SAP AIN übermittelt und dem Hersteller sowie dem Instandhalter zur Verfügung gestellt werden. 

Ausserdem lassen sich mithilfe von SAP AIN ganz neue Geschäftsmodelle und Szenarien realisieren – zum Beispiel Equipment-as-a-Service-Angebote oder Predictive-Maintenance-Ansätze.

SAP ASPM – Asset Strategy and Performance Management

Mit SAP Asset Strategy and Performance Management erhalten Unternehmen Zugriff auf eine Vielzahl von Maschinen- und Anlagendaten und können so optimale Instandhaltungsstrategien definieren, planen und überwachen. Dazu steht eine Reihe von Werkzeugen (Risiko- und Kritikalitätsanalyse, Reliability-Centered Maintenance, Failure Modes and Effects Analysis, Root Cause Analysis) zur Verfügung, die den gesamten Vorgang abdecken.

SAP ASPM macht transparent, was die Instandhaltung eines Assets kostet, welches Risiko mit Blick auf einen Ausfall besteht und was das Asset leistet. Damit verfügen Unternehmen über ein solides Fundament, um Entscheidungen über die richtige Instandhaltungsstrategie und mögliche Investitionen treffen zu können. Und zwar für jedes einzelne Asset. 

Vorteilhaft dabei ist, dass die Beurteilung der Situation und die Definition der Instandhaltungsstrategien nicht lediglich einmal stattfinden und dann auf unbestimmte Zeit Gültigkeit haben. Die Anwendung erlaubt es vielmehr, die Entwicklung im Asset Management kontinuierlich im Blick zu behalten. So lässt sich schnell verifizieren, ob ergriffene Massnahmen den erwünschten Erfolg bringen. Hinzu kommt, dass sich die Rahmenbedingungen stetig verändern. So könnten neue und günstige Sensoren beispielsweise dazu führen, dass die vorausschauende Instandhaltung grundsätzlich günstiger wird. Damit könnte sich ihr Einsatz auch für Assets lohnen, bei denen das heute noch nicht der Fall ist. 

SAP Mobile Asset Management

Mobile Endgeräte, die an das zentrale Asset-Management-System angebunden sind, sorgen für einen medienbruchfreien Informations- und Datenaustausch. Und mehr noch: Mithilfe innovativer Technologien können auch ganz neue Instandhaltungsszenarien verwirklicht werden. 

SAP stellt mit dem SAP Asset Manager ein Tool bereit, das eine mobile Instandhaltung sehr einfach möglich macht. Dieses bietet Online- und Offline-Zugriff auf kontextreiche Visualisierungen und verwertbare Einblicke, um eine einfache und zeitnahe Ausführung von End-to-End Enterprise Asset Management (EAM)-Prozessen zu ermöglichen. Damit lassen sich unter anderem Ausfallzeiten und Wartungsrückstände reduzieren. Ausserdem kann durch geführte Arbeitsabläufe und die zeitnahe Bearbeitung von Arbeitsaufträgen, Benachrichtigungen und Anlagenstammdaten die Lebensdauer der Anlagen verlängert werden.

SAP PdMS – Predictive Maintenance and Service

Die geplante Instandhaltung wird nach fixen zeitlichen oder leistungsabhängigen Intervallen durchgeführt – auch dann, wenn die Komponenten noch gar nicht verschlissen sind.

Noch einen Schritt weiter geht die vorrausschauende Wartung (Predictive Maintenance), weil hier auf Basis von aktuellen Daten die Wahrscheinlichkeit und der Eintrittszeitpunkt von Störungen oder Defekten prognostiziert werden. Erforderlich sind dafür neben den über die Sensoren erfassten Daten auch leistungsstarke Algorithmen, die die enormen Datenmengen in Echtzeit analysieren.

Dass sich Predictive Maintenance für die Betreiber von Assets lohnt, liegt auf der Hand. Denn ungeplante Stillstände lassen sich so vollständig vermeiden und die Instandhaltungsarbeiten können optimal in die übrigen Rahmenbedingungen – etwa die Auslastung der Produktion, die Verfügbarkeit des Instandhalters oder die Termine und Kosten bei der Ersatzteilbeschaffung – eingepasst werden. Auch für Hersteller und externe Instandhaltungsdienstleister ist Predictive Maintenance eine Chance: Sie können sich, zumindest heute noch, mit dem Angebot vom Wettbewerb differenzieren und so einen Vorteil auf dem immer härter umkämpften Markt verschaffen. Die Frage ist nur, wie sich Predictive-Maintenance-Szenarien effizient und effektiv realisieren lassen. Eine Möglichkeit hierfür ist SAP Predictive Maintenance & Service (SAP PdMS).

SAP PEI – Predictive Engineering Insights

Durch die Verknüpfung von technischen Echtzeiteinblicken mit zentralen Geschäftsprozessen kann die operative Effizienz verbessert werden. Intelligente vernetze Geräte führen heute zu Effizienz- und Leistungssteigerungen und zu weiteren Verbesserungen. Möglich ist dies durch einen digitalen Zwilling, der Konstruktionsmodelle mit Vorhersageanalysen und Handlungsempfehlungsanalysen über eine zentrale Plattform verknüpft, sowie Einblicke in die Leistung und Zuverlässigkeit der Geräte erlaubt.

Mit SAP Predictive Engineering Insights (SAP PEI) bietet SAP eine Cloud-Lösung, die digitale Zwillinge von Anlagen erstellt und damit intelligente Echtzeitanalysen auf Basis von Sensordaten ermöglicht. SAP PEI nutzt die technischen Standardverfahren, einschliesslich der Kraft- und Spannungsberechnungen, Belastungen und Materialermüdung und kombiniert diese mit Sensordaten. Diese Ergebnisse werden durch eine leistungsfähige 3D-Software dargestellt, die grafische Einblicke in die Geräte ermöglicht. Durch diese dreidimensionale Visualisierung kann die optimale Betriebsleistung eines Bauteils berechnet werden. Live-IoT-Sensordaten ermöglichen es, die Auswirkungen auf verborgene und sichtbare Komponenten zu berechnen und vorbeugende Instandhaltungsmassnahmen zu bestimmen. Dies kann die Betriebszeit deutlich verbessern und durch die laufenden Live-Kontrollen und Analysen können physische Kontrollen einer Anlage reduziert werden.

Mit diesen fünf innovativen Technologien erlebt die Instandhaltung einen Boost in Richtung Zukunft. Dabei sollte in Betracht gezogen werden, dass nicht alle Lösungen die gleiche Relevanz für alle Unternehmen haben. Die passende Lösung ist abhängig vom Status Quo und den individuellen Anforderungen des jeweiligen Unternehmens. Eine «Mix & Match»-Herangehensweise innerhalb des SAP-Produktportfolios ist eine Möglichkeit für einen sinnvollen Start in ein zukunftsorientiertes Asset Management: Klein anfangen und den Anforderungen entsprechend Schritt für Schritt skalieren.

Die Zukunft des Asset Managements

Das Asset- und Instandhaltungsmanagement ist ein zentraler Bereich für den Wertschöpfungsprozess von Unternehmen. Der Bereich verantwortet die höchst mögliche Performance von technischen Anlagen unter optimiertem Kosteneinsatz und geringen Risiken für das Unternehmen. Die Digitalisierung kann dabei helfen, diesen Prozess effektiver und effizienter zu gestalten und leistungsfähige IT-Systeme können hierbei einen entscheidenden Mehrwert bieten. 

Komplexe Systemlandschaften und fehlende zentrale Plattformen haben es bis vor kurzem jedoch beinahe unmöglich gemacht, diese Anforderungen an ein modernes und zeitgemässes Enterprise Asset Management mit vertretbarem Aufwand umzusetzen. So ist über die Jahre in vielen Unternehmen eine mehr oder weniger heterogene Systemlandschaft entstanden, die kaum zu überblicken und nur mit grossem Aufwand zu warten ist. Dieser Zustand ist natürlich alles andere als optimal. 

Die Zukunft des Asset Managements geht somit auch mit der Chance auf eine Rückkehr zum Standard einher: Die Umstellung von SAP ERP auf SAP S/4HANA kann vor diesem Hintergrund von den Unternehmen zum Anlass genommen werden, die bestehende Systemlandschaft kritisch zu prüfen. Häufig wird dabei deutlich werden, dass längst nicht mehr alle Anpassungen oder Erweiterungen notwendig sind. Diese Einsicht kann wiederum dazu motivieren, die gewachsene Struktur nicht eins zu eins mit S/4HANA nachzubauen, sondern so weit wie möglich zum Standard zurückzukehren.

Die Lösungen innerhalb der SAP Intelligent Asset Management Suite sind eine logische und vor allem sinnvolle Ergänzung zu den Funktionen innerhalb von SAP S/4HANA und ERP und orientieren sich dabei an den oben erwähnten Trends in der Instandhaltung: Wertschöpfungsnetzwerk, digitaler Zwilling, Data Science und Predictive Maintenance. Damit bietet die SAP nun ein Paket an hochintegrierten und skalierbaren Lösungen an, welche den Schritt zu Instandhaltung 4.0 effizient ermöglichen. Es liegt jetzt an den Unternehmen, aktiv zu werden und die Chance auf ein Asset Management der Zukunft schon frühzeitig zu ergreifen.