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SAP PM-WCM: Safety first dank integrierter Freischaltabwicklung

Die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat für Unternehmen die höchste Priorität – zumindest sollte das so sein.

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Und tatsächlich nehmen die meisten diese Verantwortung ernst. So lässt sich jedenfalls erklären, dass die absolute und relative Anzahl an Arbeitsunfällen in den zurückliegenden Jahrzehnten kontinuierlich abgenommen hat. 2018 ereigneten sich in Deutschland laut Zahlen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit (BAuA) knapp 950.000 meldepflichtige Unfälle – das sind etwa 24 je 100.000 Vollarbeiter. 1960 waren es rund 2,7 Millionen Unfälle bzw. etwa 110. Diese sehr erfreuliche Entwicklung sollte sich in Zukunft weiter fortsetzen. 

Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Instandhaltung zu, weil hier aufgrund der Art der Arbeit die Gefahr überdurchschnittlich hoch ist. Darauf weisen ebenfalls Zahlen der BAuA: 25 Prozent der tödlichen Arbeitsunfälle sind auf die Instandhaltung zurückzuführen. Wegen dieser besonderen Risikolage wundert es nicht, dass sich besondere Herangehensweisen etabliert haben, um die Gefahr zu reduzieren und die Sicherheit zu steigern. Dazu gehört vor allem die 4-Rang-Methode, die vier aufeinanderfolgende Umstände für die Durchführung von Instandhaltungsmassnahmen definiert. Demnach soll Instandhaltung erfolgen, wenn

  1. keine Gefährdung vorhanden ist
  2. besondere Schutzeinrichtungen vorhanden sind 
  3. zusätzliche Schutzeinrichtungen vorhanden sind 
  4. besondere Massnahmen ergriffen werden 

Freischaltabwicklung stellt Gefährdung ab 

Ziel sollte es naheliegenderweise sein, möglichst oft Rang 1 einhalten zu können. Konkret bedeutet das: 

  • Die Energieversorgung zum Asset sollte unterbrochen sein.
  • Das Ingangkommen durch gespeicherte Energie sollte verhindert worden sein. 
  • Gefahrbringende Bewegungen sollten zum Stillstand gekommen sein. 
  • Physikalische, chemische und biologische Einwirkungen sollten ausgeschlossen sein. 
  • Unbefugtes, irrtümliches oder unerwartetes Ingangsetzen sollte ausgeschlossen sein. 

Um das in der Praxis zu erreichen, kommt es auf die Kommunikation zwischen der Instandhaltung und der Produktion an: Der für die Ressourceneinsatzplanung verantwortliche Mitarbeiter muss dem für die Produktionsplanung und -steuerung verantwortlichen Mitarbeiter darüber informieren, wann an welchem Asset welche Massnahmen durchgeführt werden soll. Die Produktion muss dann die erforderlichen Schritte einleiten und die Instandhaltung darüber informieren. Als Verfahren dafür dient die Freischaltabwicklung, die geeignete Prozesse definiert und dokumentiert.

    Daniel-André Uhrner

    Consultant Manager

    Telefon: +41 71 669 33 50
    E-Mail schreiben

    Für die Operationalisierung der Freischaltabwicklung ist IT zwar nicht zwingend erforderlich. Sie unterstützt aber doch sehr. Eine IT-Lösung beschreibt Workflows, die eingehalten werden müssen, formalisiert die Kommunikation zwischen den verschiedenen Beteiligten und sorgt für eine hohes Mass an Transparenz. All das steigert die Sicherheit. Außerdem macht IT Entscheidungen und Aktivitäten nachprüfbar. Und sie forciert die Effizienz auf unterschiedlichen Ebenen: Der Freischaltabwicklungsprozess selbst wird beschleunigt, Instandhaltungsmassnahmen werden rascher durchgeführt, die Stillstandzeiten von Assets sinken

    Für Unternehmen, die SAP ERP bzw. SAP S/4HANA nutzen, bieten sich der Einsatz von SAP Work Clearance Management (SAP PM-WCM) an. 

    Was ist SAP PM-WCM? 

    SAP PM-WCM ist eine Komponente von SAP Plant Maintenance (SAP PM), mit der sich die gesamte Freischaltabwicklung steuern, kontrollieren und dokumentieren lässt – inklusive der erforderlichen Genehmigungen. Zentral sind dafür die Freischaltdokumente, die in fünf Ausprägungen zum Einsatz kommen: 

    • Arbeitsgenehmigung 
    • Freischaltanforderung 
    • zusätzliche Anforderung 
    • operative Freischaltliste 
    • Standardfreischaltliste 

    Alle Ausprägungen von Freischaltdokumente können unterschiedliche Status annehmen, was für den Fortschritt der Abwicklung sorgt. 

    Wichtig ist die Integration von SAP PM-WCM in die Systemlandschaft, weil es gerade bei der Freischaltabwicklung auf eine reibungslose Kommunikation zwischen unterschiedlichen Einheiten ankommt. 

    Welcher Nutzen lässt sich mit SAP PM-WCM realisieren? 

    SAP PM-WCM sorgt bei Unternehmen dafür, dass die Freischaltabwicklung verlässlich ausgeführt wird und damit die Sicherheit für die Instandhaltungsmitarbeiter zunimmt. Ergänzend zu diesem absolut prioritären Ziel führt der Einsatz SAP PM-WCM zu weiteren positiven Effekten: 

    • es ist gewährleistet, dass alle Compliance-Anforderungen erfüllt werden – dies kann mühelos nachgewiesen werden
    • die gesamte Freischaltabwicklung läuft schneller und verursacht weniger Aufwand 
    • die von einer Freischaltung betroffenen Assets fallen kürzere Zeit aus